Schülersolaranlage am Albert-Schweitzer Gymnasium in Erlangen

Mit dem Seminar Effizientes Energiemanagement wollten wir im Schuljahr 2010 an unserer Schule etwas Bleibendes für Klimaschutz machen und wir wollten möglichst viele unserer Mitschüler mitmachen lassen.

So entstand die Idee, eine Solaranlage zu bauen, mit dem der Bedarf an Strom aus konventionellen Energien für die Energieversorgung unserer Schule reduziert wird.
Wir wussten, dass es schon eine Solaranlage auf dem Dach gab, aber die wurde vor Jahren nicht von Schülern organisiert und finanziert. Dieses Mal wollten wir, dass Schüler selbst mit ihrem eigenen Geld etwas auf die Beine stellen. Und weil Schüler nicht so reich sind wie manche Erwachsene, die schon Geld verdienen, brauchten wir möglichst viele, die mitmachen.

So kamen wir auf die Idee, dass jeder 100, 200 oder 300 Euro geben und sein Geld nach 5 Jahren mit Zinsen zurückgezahlt bekommen sollte.

Wir überlegten, ob noch Platz auf dem Schuldach war, um unser Projekt Schülersolaranlage zu realisieren. Und tatsächlich gab es noch eine Lücke, die wir nutzen konnten. Dazu mussten wir einen optimalen Winkel finden, damit die Solarmodule nicht zu viel Schatten auf die bisherigen Module werfen würden. Der Platz sollte für eine Solaranlage von bis zu 5kW, d.h. bei heller Sonnenstrahlung sollte die Module ungefähr 5000 Watt an Strom produzieren. Dies wäre genug, um immerhin 5% des Strombedarfs der Schule zu decken, oder den Strombedarf von zwei Energiesparhaushalten.

Das ganze würde ca. 14.000 Euro kosten - dazu mussten wir 140 unserer Mitschüler begeistern, 100 Euro für das Projekt zu geben. Würde das gelingen? Unsere Schule hat etwa 1000 Schüler - also müsste nur einer von sieben Schülern mitmachen - wir brauchten 140 Mitschüler dafür.

Wir entwarfen einen Flyer und machten eine Info-Veranstaltung, bei der nicht nur der Direktor unserer Schule, sondern auch der Bürgermeister Erlangens teilnahmen. Das Interesse war überwältigend groß - wir hätten eine noch viel größere Solaranlage bauen können, weil viele 200 oder 300 Euro investieren wollten. Unser Ziel war aber, möglichst vielen Beteiligten die Möglichkeit zu geben, mitzumachen.

Dann planten wir die Solaranlage - wir entschieden, die Module mit einem Winkel von 21° aufzustellen. Ein Montagegestell sollte auf Betonsteine montiert werden, damit die Module bei starkem Wind nicht wegfliegen konnten. Die Module produzieren Gleichstrom, der mit so genannten Wechselrichtern in Wechselstrom umgewandelt wird, der ins Stromnetz eingespeist werden kann.

Nach dem Sommer war die Solaranlage fertig und die Stromproduktion kann nun im Internet angesehen werden. Der umweltfreundliche Strom wird nun verkauft und nach 5 Jahren erhalten die beteiligten Schüler ihre 100 Euro mit Zinsen von der Schule zurück.